05.02.2019

„Das Wunder von Lohberg“ zeigt den echten Stadtteil

Volles Haus bei der Filmpremiere: Viele Lohberger*innen feierten mit. Der Pilotfilm soll als Internetserie fortgesetzt werden.

 

Viel Applaus gab es für „Das Wunder von Lohberg“ und alle Mitwirkenden bei der Premiere im Ledigenheim am 1.02.2019. Der Saal war voll und das Publikum ging richtig mit, spendete Szenenapplaus, lachte über lustige Begebenheiten und diskutierte nach der Vorführung mit dem Filmteam weiter.

 

Sicht auf die jeweils andere Kultur

 

Die Mischung aus Dokumentation und Fiktion ist sehr abwechslungsreich und vielfältig. Besonders gut kam an, dass es kein Film über die Lohberger*innen ist, sondern einer mit ihnen. Viele Jugendliche haben aktiv mitgemacht, was ihr Selbstbewusstsein sicher stärkt. „Man bekommt viele Einblicke in den Stadtteil“, meint Heike Schulz, als städtische Stadtentwicklerin Expertin für Lohberg. „Besonders beeindruckt haben mich die Szenen mit einer türkischstämmigen und einer deutschen älteren Dame – der Kioskbesitzerin –, die ihre Sicht auf die jeweils andere Kultur geschildert haben.“    

 

Botschaft an die Jugend: Bildet Euch!

 

Die Botschaft der ersten Einwanderergeneration in Lohberg an ihre Enkel und inzwischen auch Urenkel lautet im Film: „Lernt, bildet Euch, studiert, damit Ihr nicht wie wir Euer Leben als Arbeiter verbringt.“ Heike Schulz kennt diese Einstellung aus persönlichen Gesprächen mit der zweiten Generation, also Eltern von Schulkindern. 

Nach der Filmpremiere wurden die Mitwirkenden auf der Bühne geehrt, und dann waren die Gäste zur Publikumsdiskussion eingeladen.

 

Fortsetzung ist in Planung

 

Regisseurin Ayse Kalmaz hofft, aus dem Pilotfilm eine Webserie entwickeln zu können, dafür würden weitere Fördergelder benötigt. Die Lohberger*innen wären bestimmt engagiert dabei, wenn das Wunder von Lohberg noch weitere Etappen erleben würde. Angesichts der Vorurteile, die noch immer über den Stadtteil im Umlauf sind, ist es sehr wertvoll, wenn die hier lebenden Menschen selbst zeigen können, wie sie und Lohberg ticken.

 

Text: Gudrun Heyder

Fotos: Parkwerk e.V.

 

 

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