26.02.2019

Feinkost von hausgemacht bis Kleinkunst à la Carte

Das Theater Halbe Treppe konzentriert sich 2019 auf vier Spielreihen. Im ersten Halbjahr lädt es zu 16 Produktionen ein. Das zweite Standbein, Workshops und Mitmachangebote, wird ausgebaut.  

 

Bei der Eröffnung vor sechseinhalb Jahren war das Mini-Theater in Dinslaken Vorreiter in Sachen Kleinkunst und damit eine neue Attraktion. „Mittlerweile gibt es etwa 15 Orte in der City, an denen sich Nachwuchstalente und Amateure öffentlich präsentieren können“, erklärt Leiterin Kordula Völker. Das ist einerseits sehr zu begrüßen, andererseits muss das Team der Halben Treppe viel Attraktives bieten, um weiterhin Bühnenneulinge und Zuschauer*innen nach Lohberg zu locken. Da sie sich als fester Bestandteil der freien Szene längst etabliert haben, blicken die Akteur*innen optimistisch in die Zukunft.

 

Das Programm bis August 2019

 

Der Trägerverein des Theaters, der Kleinkunstakademie e.V., hat sich neu aufgestellt und beschlossen, das Programm etwas zu reduzieren und in vier Reihen zu präsentieren. Mit etwa 60 Vorstellungen im letzten Jahr hatte sich das ehrenamtliche Team bis an die Grenzen strapaziert. 2019 serviert das Theater einen bunten Mix aus Eigenproduktionen, lokalen Künstler*innen und Gastspielen. Mehr Gewicht bekommen Workshops und Angebote zum Mitwirken.

 

Hausgemachtes – Eigenproduktionen der Ensembles im Haus 

  

„Die Kalauer“ haben im Januar ihr Programm „Von Nix kommt Nix“ präsentiert. Am 16. Mai zeigt das Ensemble im Ledigenheim im Rahmen des Schul- und Amateurtheaterfestivals Ausschnitte daraus.

Das inklusive Ensemble „raumwerkstatt“ lädt ebenfalls innerhalb dieses Festivals am 17. Mai zu seiner Produktion „Arthur und die Liebe“ ein. Das Publikum darf sich auf ein „Schmusikal in drei Akten“ freuen.

Die Bühnenbändiger – zwischen zehn und 20 Jahren jung – feiern am 15. August Premiere mit „Feuchte Wimpern sehen länger aus“. Das Stück dreht sich um das (nicht) perfekt sein und Akzeptanz.

 

Total Lokal – Künstler*innen aus Dinslaken und Umgebung

 

Kordula Völker präsentierte sich am 22.02.2019 im Konzert „Ich.Du.Wir“ als Songpoetin und am 24.02. in der Kabarettshow „Erna hat Besuch“ als Erna Coslowski.

 

Mutige Zuschauer*innen sind beim Improtheater Die Spontaneitäten mit „Nix für Feiglinge“ erwünscht. Denn sie dürfen mitbestimmen, welche Genres, Musikstile, Orte und mehr in die Szenen eingebaut werden. Der Vorhang hebt sich am 23. März.

Um die Liebe dreht sich das Clowntheater von Katja Gierke und Bettina Fröhlich-Burkamp am 6. April. Der Titel: „Ja Nein Vielleicht – der Weg einer Beziehungskiste“.

Die Künstlerinenn von klangfArben streifen am 4. Mai durch „unnütze Musikgeschichten“.

Ernst wird es bei der Lesung am 8.Mai: Das Buch „Adressat unbekannt“ von 1938 schildert einen Briefwechsel zurzeit von Hitlers Machtübernahme.

Auf eine Achterbahnfahrt von Humor und Melancholie begibt sich Holger Wisomirski am 14. Juni in „Als ich so alt war wie ich früher“.

 

FrauKe - Frauen Kultur Erleben

 

In dieser Reihe - in Kooperation mit der Gleichstellungsstelle - treten nach Sunna Huygen im Februar „Abends mit Beleuchtung“ am 4. April mit karikierten Liedern von ABBA bis zu den Ärzten auf.

Uta Keppler und Gitta Schürck zeigen am 13. Juni ihre kabarettistisch-musikalische Show „WirtschaftsWeiber“.

 

Kleinkunst à la Carte

 

Der Karlsruher Liedermacher Rainer Markus Wimmer war schon zu Gast; am 16. März stehen Christoph Biermann und Georg Partes mit „Liedgitarrist trifft Songpoet“ auf der Bühne.    

 

Mitmach-Angebote im Verein

 

Das Kabarett- und Sketchensemble „Die Kalauer“ erarbeitet unter Kordula Völkers Regie eine Revue mit selbst verfassten Texten: absurd, satirisch und politisch. Für seine neue Show sucht es neue Mitspieler*innen mit oder ohne Vorerfahrungen.

Die inklusive Gruppe „Die Traumwerkstatt“, in Kooperation mit den Albert-Schweizer-Einrichtungen für Behinderte gGmbH ASE Dinslaken, bereitet sich langfristig auf ihre Premiere 2010 vor. Wer gerne spielt, singt, tanzt und lacht, kann gerne mitmachen. Auch für Ton- und Bühnentechnik sowie Kostüme sind neue Mitwirkende willkommen.

Der KuKaChor singt Charts, Folksongs und alte Meister und freut sich über neue Sangeslustige „mit tiefen Stimmen und männlichen Namen“.

Neu im Angebot ist West Coast Swing, der angesagte Tanz mit Suchtfaktor für Anfänger*innen und Fortgeschrittene.

 

Alle Infos unter www.kleinkunstakademie.de

 

Text: Gudrun Heyder

Fotos: Kleinkunstakademie e.V.

 

 

 

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