24.06.2019

Serie: Gewerbeansiedlungen im KQL, Folge 7) Restaurant ZELOH soll im November neben dem Förderturm eröffnen

Fotos: Das zukünftige ZELOH und der Inhaber auf dem Grundstück.

Am 4. Juli ist Spatenstich und am 1. Advent 2019 die erste Vermietung: Das Ehepaar Magedanz will am neuen Standort im KQL bodenständige, frische Küche und ein Kulturprogramm anbieten.

 

Ute und Andreas Magedanz sind seit 35 Jahren in der Gastronomie unterwegs, und alle ihre Erfahrungen möchten sie in ihr neues Projekt einbringen: Das ZELOH soll allen Bevölkerungsschichten und Generationen offenstehen. „Den Namen hat meine Frau erfunden“, erzählt Andreas Magedanz. „Wir haben da lange drüber philosophiert. Der von der Zeche Lohberg abgeleitet Name passt eben nur hier, da muss man gar nicht erklären, wo sich das Restaurant befindet.“

 

Filetgrundstück am Förderturm

 

Direkt neben dem Förderturm und gegenüber von der Zechenwerkstatt haben die Gastronomen ein Filetgrundstück erworben, mitten im Zentralcluster der ehemaligen Zeche. Lange haben sich die Magedanz‘ dafür stark gemacht, die Auflagen an der Stelle, wo früher der Grubenlüfter stand, waren hoch. Doch nun geht es in die Vollen:  Am 4. Juli findet der Spatenstich mit Bürgermeister Dr. Michael Heidinger statt. „Am 8.Juli rollen die Bagger an und am 1. Adventswochenende haben wir die erste Vermietung“, kündigt der Inhaber des ZELOH an.

 

Je 100 Plätze drinnen und draußen

 

2.500 Quadratmeter misst das Grundstück, der umbaute Raum für das Restaurant 400 Quadratmeter. „Uns ist wichtig, dass alles barrierefrei wird, die Räume und auch Parkplätze“, so Andreas Magedanz. Das moderne Gebäude erhält einen Vintage-Look und bietet drinnen und draußen je 100 Plätze. 35 eigene Parkplätze wird das ZELOH vorhalten. Im Zwei-Schicht-Betrieb werden 16 Leute im Restaurant arbeiten.

 

Von vegan bis zu "Himmel und Erde"

 

Die Gäste können mit Terrassenblick auf den Lohberg Corso speisen. Das kulinarische Angebot soll regional und bodenständig sein, so, wie es zu Lohberg passt. Dabei wollen die erfahrenen Gastronomen alle Geschmäcker und Vorlieben bedienen. Von vegan über vegetarisch bis zu „Himmel und Erde“ soll alles auf die Teller kommen, je nach Jahreszeit eher deftig oder eher leicht. Überbackener Schafkäse an Porreestroh ist da schon die elegantere Variante. „Die Portionen werden groß“ stellt Andreas Magedanz in Aussicht.

Auch zum Durstlöschen lassen sich Ute und Andreas Magedanz etwas Besonderes einfallen: „Lohberger Dunkel“ und „Schwarzer Steiger“ sollen hier exklusiv den Biertrinkergaumen erfreuen.

 

„Wir sind eng mit den Lohbergern im Dialog“

 

Das ZELOH will nicht nur Speis‘ und Trank bieten, sondern auch mit kleinen Kulturevents punkten wie Poetry Slams und Lesungen. „Mein Hausarzt hat sich mit seiner Jazzcombo auch schon angekündigt“, verrät der Hausherr. Zudem legen die Magedanz‘ Wert auf gesellschaftliches Engagement. „Bei sozialen Projekten rennen Sie bei uns offene Türen ein“, sagt Andreas Magedanz und erwähnt, dass sein Team kürzlich die 200. Obdachlosenspeisung auf die Beine stellte. Einer der Angestellten, jetzt in Rente, ist zu 90 Prozent schwerbehindert. Perspektivisch können junge Lohberger*innen ihre Berufschance in dem Ausbildungsbetrieb finden. „Wir sind eng mit den Lohbergern im Dialog.“

 

„Wir sind von hier und das ZELOH ist für die Leute von hier“, betont der Gastronom. Wobei auswärtige Gäste und Touristen auch herzlich willkommen sind im Restaurant mit „zeitgemäßem Ruhrpottkolorit“. Zu suchen brauchen sie die neue Gaststätte nicht: Der Förderturm ist schließlich schon von Weitem sichtbar.

 

INFO: www.zeloh.com

 

Text: Gudrun Heyder

Fotos: Magedanz

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