03.06.2014

KQL am 3. und 4. Juni im Fernsehen bei BR Alpha

 

„Überregionale Aufmerksamkeit ist gut für das Kreativ.QuartierLohberg“: Projektleiterin Ruth Reuter nimmt an Talkshow des Bayerischen Rundfunks teil.

Auch die Bayern wollen mal über den Tellerrand gucken, und bei einem Vergleich deutscher Kreativquartiere dürfe das Ruhrgebiet nicht fehlen, meint die städtische KQL-Projektleiterin Ruth Reuter. Sie stellt in einer Talkshow des bayerischen Bildungs- und Kultur- Senders BR Alpha das Kreativ.Quartier Lohberg vor. Zur Aufzeichnung der Sendung reiste die Stadtplanerin nach München und sprach unter anderem darüber, wie es gelingen kann, die Bürger in die Entwicklung des Zechenstandorts zu einem Kultur-, Wohn- und Gewerbegebiet einzubinden.


Ruth Reuters Gesprächspartner in der Sendung sind Werner Eckert von der Kultfabrik – einem Kulturzentrum auf dem Gelände der ehemaligen Pfanni-Werke in München – und Bertram Schultze, Geschäftsführer des Kunst- und Kulturzentrums Baumwollspinnerei in Leipzig (siehe INFO). Beide Einrichtungen sind über die Grenzen ihrer Städte hinaus bekannt und in der Szene geschätzt.


Thema der Talkshow sind auch die Gemeinsamkeiten und Unterschiede eines so enormen Wandlungsprozesses in einer Großstadt, einer Mittelstadt und einer – vergleichsweise – Kleinstadt wie Dinslaken. Bei den Pfanni-Werken geht es vorrangig um Finanzierungsfragen, bei der Spinnerei um die Bedeutung des neuen Kreativquartiers in einem neuen Bundesland. „In den 43 Minuten Sendezeit lässt sich das Kreativ.Quartier Lohberg natürlich nicht umfassend darstellen“, erzählt Ruth Reuter, „aber es ist immer gut, überregional ein positives Zeichen zu setzen und das KQL bekannt machen zu können. Besonders Interesse hat der Moderator an unserer Aktion mit Bürgerbeteiligung ‚Teppich für Lohberg‘ im letzten Jahr gezeigt.“


Ihr persönliches Highlight nach der Aufzeichnung war die Besichtigung der ehemaligen Pfanni-Werke. „Das fand ich sehr beeindruckend. Seit der Schließung der Werke 1995/96 hat es eine Zwischennutzung gegeben mit vielen Bars und Clubs, Indoor-Klettern, einer alten Schmiede, einer Fahrradwerkstatt und einer großen Ausstellungshalle. Nach einem umfassenden Umbau kommt nun das Wohnen als Ergänzung hinzu.“


Frisch inspiriert ist Ruth Reuter, Botschafterin für das KQL in Bayern, ins Technische Rathaus zurückgekehrt. Die Sendung am 3. Juni um 21.00 Uhr (Wiederholung am 4. Juni um 13 Uhr) wird sie im Urlaub im Zelt per Internet anschauen. Über Dinslakens „Berufung in die Oberliga der kultureller Zentren mit industrieller Vergangenheit“ freuen sich auch die lokalen Akteure vor Ort und die Verwaltungsspitze.


INFO

Leipziger Bauwollspinnerei: Hundert Künstlerateliers, elf Galerien, Werkstätten, Architekten, Designer, Schmuck- und Modemacher, Künstlerbedarf, Theaterspielstätte, internationales Tanz- und Choreografiezentrum, Druckereien, Künstlerbuch, Kino und die gemeinnützige HALLE 14 und viele andere haben sich in der ehemaligen Fabrikstadt angesiedelt. Anfang des 20. Jahrhunderts war sie die größte Baumwollspinnerei Kontinentaleuropas. Nun ist sie nach eigener Darstellung eine der interessantesten Produktions- und Ausstellungsstätten für zeitgenössische Kunst und Kultur in Europa.


www.spinnerei.de

 

Kultfabrik München: Bevor Diskotheken, Bars und Konzerthallen einzogen, beherbergte das ehemalige Pfanni-Gelände Europas hier größte Knödelküche: Jährlich wurden 200.000 Tonnen Frischkartoffeln zu Pfanni-Produkten verarbeitet. Das 38 Hektar große Industrie- Areal am Ostbahnhof, zu dem die Kultfabrik zählt, wird zu einem neuen Stadtviertel entwickelt. Das Besondere am "werksviertel münchen": Alte Fabrikgebäude bleiben erhalten und mit neuen Lebensbereichen aus Wohnen, Arbeiten, Freizeit und Einkaufen vereint.


www.kultfabrik.de

 

 

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