24.02.2015

Grubenwasser ist unbedenklich

RAG: Nach aktuellen Messungen bestehen keine Gefährdungen für Mensch und Umwelt

In verschiedenen Medien wird gegenwärtig über die Folgen von untertägig eingesetzten PCB-haltigen Flüssigkeiten berichtet und über mögliche Auswirkungen auf das Grubenwasser spekuliert. Dafür, so Bernd Tönjes, Vorstandsvorsitzender der RAG, in einem Brief an Bürgermeister Michael Heidinger, bestehe kein Grund: „Von den Grubenwässern gehen nach aktuellen Messungen keine Gefährdungen für Mensch und Umwelt aus.“ Die RAG und die Aufsichtsbehörden ließen das Grubenwasser regelmäßig durch unabhängige, akkreditierte Institute untersuchen.

 

Durch ein entsprechendes Monitoring könnten jederzeit notwendige Maßnahmen ergriffen werden. Das sei selbstverständlich auch Bestandteil des zukünftigen Grubenwasserkonzepts des Konzern, so Tönjes weiter. In der ersten Hälfte der 80er Jahre seien die kritisierten Flüssigkeiten durch unbedenkliche Hydraulikflüssigkeiten auf Wasserbasis ersetzt worden. „Beim Einsatz unter Tage kam es zu Flüssigkeitsverlusten. Wie viel unter Tage verblieb, kann heute nicht mehr exakt ermittelt werden. Es ist bekannt, dass in den 60er bis 80er Jahren PCB auch in die Umwelt gelangt ist“, räumt der RAG-Chef ein.

 

Arbeitsmedizinische Untersuchungen und Erkenntnisse der Berufsgenossenschaft hätten aber keine Hinweise auf eine erhöhte Gefährdung der Mitarbeiter ergeben, die in ständigem Kontakt mit PCB-haltigen Flüssigkeiten waren. Der Schutz der Bevölkerung, der Mitarbeiter und der Umwelt habe beim Umsetzen des Grubenwasserkonzepts „höchste Priorität“. In der kommenden Sitzung des Regionalbeirats werde man dieses Thema aufgreifen, schreibt Tönjes abschließend in seinem Brief an Bürgermeister Michael Heidinger. Wie bekannt, soll das stillgelegte Bergwerks Lohberg-Osterfeld künftig für das Regulieren von Grubenwasser in der Region genutzt werden.

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