08.12.2014

2015 wird vielfältig und spannend

Übergabe von Svenja Noltemeyer (l.) an Svenja Krämer; Foto: Cathrin Höhn

Um einen Rückblick auf 2014 und einen Ausblick auf 2015 ging es Anfang Dezember beim Netzwerktreffen im Kreativ.Quartier Lohberg. 40 Kreative und Unterstützer aus Lohberg waren eingeladen.

 

Im Jahr 2015 wird viel passieren, soviel steht fest: Die Choreografie einer Landschaft (Kunst im Bergpark) wird im Frühjahr 2014 eröffnet, die Kohlenmischhalle wird im Sommer Schauplatz für die Ruhrtriennale sein und die Osttangente ist im Bau.

 

2014 wurde die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Vivawest intensiviert. Peter Frase von Vivawest nahm am Netzwerktreffen teil. Aktuell stehen etwa fünf bis zehn Wohnungen für kreative Nutzungen in der Gartenstadt Lohberg bereit – auch zeitweise. Sie werden über regionale Plattformen vermarktet. Das KQL weitet sich so über das aktive Ledigenheim hinaus verstärkt in der Gartenstadt aus, belebt diese und stärkt die angestrebte Verbindung von Kreativ.Quartier auf dem ehemaligen Zechengelände und Stadtteil.

 

Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem european centre for creative economy (ecce) wird fortgesetzt. Lohberg war ein wichtiger Teil des Förderprojektes Kreativ.Quartiere Ruhr und wird es auch in Zukunft sein. Projektleiterin Stefanie Rogg war daher ebenfalls unter den Teilnehmern des Netzwerktreffens.

 

2015 wird die ehemalige Zeche noch weitestgehend eine Großbaustelle sein, die für die Öffentlichkeit unzugänglich bleibt, abgesehen vom kürzlich eröffneten Bergpark mit dem Lohberger Weiher. Laut Bernd Lohse von der RAG Montan Immobilien sind aber Zwischennutzungen in der Zentralwerkstatt geplant. Auch das Programm für die Führungen im kommenden Jahr steht bereits weitgehend fest. (z.B. im März 2015)

 

Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde Standortmanagerin Svenja Noltemeyer verabschiedet, die seit 2011 Ansprechpartnerin für die KreativunternehmerInnen im KQL war. 2015 wird das Standortmanagement lediglich noch die Standortaktivitäten zur Extraklasse betreuen, dem regionalen Festival des Berufsverbands der Kreativwirtschaft Ruhr - das heißt die Koordination vor Ort und die regionale Einbettung der Aktivitäten übernehmen. Dann läuft das Standortmanagement aus.

 

Zukünftige Ansprechpartnerin ist Svenja Krämer von der Wirtschaftsförderung

 

Alle zukünftigen Ansprechpartner wurden vorgestellt. Bis auf die Koordination der Zwischennutzungen übernimmt Svenja Krämer von der Wirtschaftsförderung der Stadt Dinslaken Svenja Noltemeyers bisherige Aufgaben, darunter alle Raumnutzungsanfragen, Fragen von Kauf- und Mietinteressenten sowie die Unterstützung der Kreativwirtschaft vor Ort.

 

Svenja Noltemeyer erlebte einen bewegenden Abschied: In den 1910-er Jahren hatte ihr Urgroßvater die Zeche Lohberg mit aufgebaut und 100 Jahre später hat die Stadtplanerin den Umbau begleitet. „Stadtplanung ist insbesondere eine emotionale Aufgabe. Orte verändern sich, da muss man die Leute mitnehmen", erklärte die Diplom-Ingenieurin. „Schön zu sehen ist, dass sich die Art der Arbeit ändert, aber die Identität, das Kumpelhafte, der Zusammenhalt und die Stärke des Ortes bleiben.“ Als Beispiel nannte sie den Zechenmarkt als eine der von ihr organisierten Aktionen.

 

Rückblick auf Licht im Schacht, Zechenmarkt, Pottradtour und andere Projekte

 

Svenja Noltemeyer gab einen Fotorückblick auf die vergangenen Jahre: 2011 stand das Kennenlernen im Mittelpunkt und die Entwicklung von Strategien dafür, Menschen auf die Baustelle zu lassen. „Den auf der Baustelle Beschäftigten gefiel es anfangs gar nicht, dass Kinder und Kreative dort herum liefen und das Terrain für sich erobern wollten“, erläuterte die Standortmanagerin. Das zeitgleiche Wirken von Bautrupps und Künstlern war und ist eine Besonderheit bei der Neuentwicklung der Zeche Lohberg.

 

2012 gab es große Aktionen wie etwa Licht im Schacht, die Zwischennutzung eines Abrisshauses. Seine Räume dienten als Ort zum Abschied und für neue Ideen, für Informationen über den Wandel und zur Vernetzung mit regionalen Kreativen. Den Zechenmarkt prägte die Korbübergabe als offizieller Abschied der Bergleute und Einzug der Zechen-Designer und -Kreativen. Die leere Lohn-und Lichthalle stand im regionalen Kontext der Extraklasse. Außerdem begannen die von Svenja Noltemeyer unterstützten öffentlichen Führungen der Dinslakener Stadtplanerin Anja Sommer über das Zechengelände, um den Wandel zu zeigen und die Baustelle für Interessierte zu öffnen.

 

2013 stellte Svenja Noltemeyer kleinere Projekte auf die Beine wie den Kültürtag und etablierte Netzwerkstrukturen sowie Veranstaltungen. Sie begleitete zudem die Dreharbeiten von Musikvideos und Fotosessions auf dem dafür interessanten Zechengelände. 2014 zog sie sich allmählich zurück, begleitete noch die Pottradtour und bereitete die zukünftige Strukturlegung ohne Standortmanangement vor.

 

Die städtische Wirtschaftsförderung übergab beim Netzwerktreffen allen TeilnehmerInnen USB-Sticks mit Logos, A4- und Postervordrucken im KQL-Design zur eigenen Verwendung. Die KreativunternehmerInnen des Quartiers stellten ihre Projekte für 2015 vor. Alle blicken dem wohl aufregenden neuen Jahr gespannt und motiviert entgegen.

Projektgemeinschaft und Förderer RAG Dinslaken Ziel2.NRW Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen Europäische Union NWE CREATIV.NRW ecce Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen