04.03.2015

Ausbildung zum Stadtteilführer für Bürger aus Lohberg

Die Akteure des Kunstprojekts „Parkwerk - lokale Reisen ins Blaue“ suchen Bürger aus Lohberg, die Interesse an einer Ausbildung zum Stadtteilführer haben. Vorkenntnisse, heißt es, seien nicht erforderlich. Jeder, der Fremden seinen Stadtteil näherbringen möchte, ist willkommen. Wer einen Nebenerwerb sucht, gern Geschichten sammelt und erzählt, lernen möchte, wie eine Führung durch den Ortsteil der Bergarbeiter unterhaltsam und interessant gestaltet werden kann, sollte sich bis Montag, 16. März 2015, unter stadtteilrungang@parkwerk-lohberg.de oder telefonisch (0 20 64 / 42 85 33) melden.

 

Bereits am Freitag, 20. März, finden mit Interessierten zwischen 10 und 18 Uhr Einzelgespräche nach Terminvereinbarung statt. Die Schulungen leitet die örtliche Gästeführerin und Stadtplanerin Anja Sommer, deren kurzweilige Führungen seit Jahren ständig ausgebucht sind. Gemeinsam mit der Theater-Künstlerin Britt Jürgensen bietet sie ein Workshop-Programm an, das umfassende Kenntnisse und Fähigkeiten für den Job vermittelt. Die Teilnehmer gewinnen einen Überblick, welche Arten von Gästeführungen es gibt, wie man recherchiert und ein Skript erstellt. Auch persönliche Fähigkeiten wie Mimik und Gestik werden geschult. Die zukünftigen Gästeführer lernen zudem verschiedene Erzählstile kennen und erfahren, wie eine spannende Dramaturgie für eine Erzählung aufgebaut wird. Anja Sommer und Britt Jürgensen vermitteln den Teilnehmern, wie sie eigene Geschichten und Interessen mit dem Profil des Stadtteils ansprechend verknüpfen können.

 

Engagement von Bürgern ist gefragt

 

Die Ausbildung umfasst vier Schulungsblöcke in Form von Wochenend-Workshops inklusive einer Exkursion nach Duisburg-Marxloh sowie einer Event-Schulung als Einzelcoaching. Schulungsort ist die ehemalige Johannesschule an der Teerstraße. Unter dem Dach von „Parkwerk“ arbeitet eine Gruppe von Lohbergern mit Unterstützung der Künstlerinnen Jeanne van Heeswijk und Britt Jürgensen und deren Team an Angeboten und Dienstleistungen für den Bergpark. Künstlerin und Team laden Leute aus dem Stadtteil ein, sich in Workshops, Veranstaltungen sowie Design- und Bauprozessen den Bergpark zu eigen zu machen und gemeinsam das Weiterentwickeln und Nutzen dieses Raumes in die Hand zu nehmen.

 

„Parkwerk“ ist Teil der von Markus Ambach kuratierten „Choreografie einer Landschaft“ und wird unter anderem von lokalen Künstlern und Fachleuten wie der Grafikerin und ehemaligen Betreiberin des Kunstkiosks 422, Britta L.QL, sowie dem Werk- und Kunstlehrer Matthias Moser unterstützt. Das Parkwerk-Netzwerk wächst kontinuierlich. Bis Anfang Juni wollen die verschiedenen Netzwerk-Partner, auch die frisch ausgebildeten Gästeführer, die Ergebnisse ihrer Arbeit im Bergpark präsentieren. Dabei spielt der Wasserturm auf dem ehemaligen Zechengelände eine zentrale Rolle. Er wird zum Informationszentrum, Café und Treffpunkt für Anwohner und Touristen werden.

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