13.06.2018

Neuigkeiten zu Bauprojekten: Lohberg soll für Anwohner attraktiver werden

Rund 60 Interessierte folgten der Einladung zur Veranstaltung „Aktuelle Projekte in Lohberg“ im Ledigenheim. Neuer Kiosk und Discounter sollen Außengastronomien erhalten.

 

Am 13. Juni lud die Stadt Dinslaken zu einer öffentlichen Infoveranstaltung über aktuelle Projekte in Lohberg ins Ledigenheim ein. Bürgermeister Dr. Michael Heidinger begrüßte die Gäste.

In der zweieinhalbstündigen Veranstaltung wurden die aktuell anstehenden Projekte von den jeweiligen Experten der ProZent GmbH, dem Team des Bildungsinnovationszentrums Marien, dem Fachdienst Grünflächen und der Stadtentwicklung vorgestellt. Die Bürger*innen informierten sich anschließend an Stellwänden vertiefend zu den Themen und diskutierten mit den Experten.

 

Neubau Kita Teerstraße auf dem Grundstück der ehemaligen Heizzentrale

Walburga Wüster, Geschäftsführerin der ProZent GmbH, hat den aktuellen Entwurf für den Neubau der AWO Kita Teerstraße auf dem Grundstück der ehemaligen Heizzentrale auf dem Zechengelände vorgestellt. Die neue Kita ist drei-gruppig geplant, soll jedoch bei Bedarf auch für eine vierte Gruppe erweitert werden können. Neben den für den Kitabetrieb benötigten Räume sollen auch ein Eltern-Café sowie ein durch externe Gruppen nutzbarer Mehrzweckraum eingerichtet werden. Mit diesen Planungen soll auf dem ehemaligen Zechengelände ein weiterer Bezugspunkt für den Stadtteil geschaffen werden.   

 

Bildungsinnovationszentrum Marien (BIZM-L) und Sanierung GGS Lohberg

Das Team des Bildungsinnovationszentrums Marien hat seine Arbeit und das pädagogische Konzept erläutert. Das BIZM-L bietet neben Sprachförderung, Ernährungstipps und Bewegungskursen für Kinder auch Angebote und Austauschmöglichkeiten für die Eltern. Dazu gehört beispielsweise auch ein Sprach- und Kommunikationskurs. Ein besonderes Augenmerk legt das BIZM-L auf die Kooperation zwischen Kita und GGS: Die Maxi-Kitakinder werden auf den Grundschulalltag vorbereitet und lernen die Schule und die Grundschüler bereits kennen.

 

Die ProZent GmbH hat zudem die Planungen für den Umbau der GGS Lohberg erläutert. Außer der Sanierung des Daches und der Bodenbeläge werden auch die Klassenräume neu angeordnet. So kann auch das pädagogische Konzept besser umgesetzt werden. Das Erdgeschoss der GGS Lohberg soll nach dem Umbau unter anderem als Veranstaltungsort für den Stadtteil dienen.   

Der aktuelle Zeitplan sieht einen Bezug der Gebäude Kita und GGS in 2020 vor.

 

Nahversorgungsstandort Lohberg – neuer Discounter

Die aktuellen Planungen zum Einzelhandel an der Hünxer Straße stellte Heike Schulz von der Stabsstelle Stadtentwicklung vor. Da die Nahversorgung im Stadtteil nicht ausreicht und Kaufkraft in umliegende Bereiche abfließt, ist bekanntlich die Ansiedlung eines Discounters an der Hünxer Straße geplant. Dies erfordert eine Änderung des Einzelhandelskonzeptes.

 

Der Beschluss zur Anpassung des Einzelhandelskonzeptes ist für Herbst 2018 geplant. Der neue Discounter mit 800 m2 Verkaufsfläche soll auf dem Areal des ehemaligen Gesundheitshauses der Zeche Lohberg entstehen. Sein Außenbereich soll so gestaltet werden, dass Fußgänger*innen und Fahrradfahrer*innen aus Lohberg ihn gut erreichen können.

 

Zudem ist der autofreie Lohberg Corso unmittelbar an das Grundstück angebunden. Damit wird die Zechensiedlung zusätzlich mit dem ehemaligen Zechengelände verbunden. Der im Discounter integrierte Backshop soll auch eine Außengastronomie mit Ausrichtung zur Hünxer Straße bieten und somit die Aufenthaltsqualität zusätzlich erhöhen. 

 

Neubau Kioskgebäude auf dem Johannesplatz

Planungsdezernent Dr. Thomas Palotz stellte den Entwurf für einen Kioskneubau auf dem Johannesplatz vor. Für dessen Betrieb gibt es bereits mehrere Interessenten, auch aus dem Stadtteil. Ziel des Projektes ist einerseits die Aufwertung und Belebung des Johannesplatzes und des Umfeldes, andererseits soll der Kioskneubau ein breiteres Sortiment als der bisherige Kiosk haben und so die Nahversorgung am Johannesplatz unterstützen.

Der bestehende Kiosk auf dem Johannesplatz ist in die Jahre gekommen und gibt neben einer schlechter werdenden Bausubstanz ein eher trostloses Bild ab. Zudem entspricht die dort integrierte öffentliche Toilettenanlage nicht mehr den heutigen Ansprüchen und muss dringend saniert werden.

 

Durch die beengten Platzverhältnisse im bestehenden Kiosk kann weder das Angebot in adäquater Weise erweitert noch ansprechende Außengastronomie angeboten werden. Der Kiosk steht unter Denkmalschutz und beinhaltet eine Trafo-Station der Stadtwerke. Da ein Rückbau oder eine Erweiterung aus diesen Gründen nicht möglich ist, ist ein Neubau auf der gegenüberliegenden Platzseite geplant. Der alte Kiosk soll im Rahmen des Denkmalschutzes saniert werden und unter anderem als Lagerfläche für die Händler

an Markttagen genutzt werden. Die bestehende Toilettenanlage soll modernisiert werden.

 

Der von hessearchitektur aus Lohberg erarbeitete Entwurf des Kioskneubaus zeigt ein dreigeteiltes Gebäude. Der leicht erhöhte und mit einer Glasfassade gestaltete Mittelteil wird von zwei niedrigeren Seitenteilen flankiert. Neben der Funktion als Kiosk soll dort auch ein Bistro mit einem Außengastronomiebereich betrieben werden.

Der Kioskneubau soll voraussichtlich Ende 2019 fertiggestellt sein.

 

Modernisierung Dorotheenkampfbahn und Bau einer Dreifachsporthalle

Der von der ProZent GmbH erarbeitet Entwurf einer geplanten Dreifachsporthalle wurde ebenso vorgestellt wie auch die Umbaumaßnahmen zur Modernisierung der Dorotheenkampfbahn. Beide Maßnahmen sollen voraussichtlich bis zum Jahr 2021 umgesetzt sein.

 

Text und Foto: Jana Wandiger, Stabsstelle Stadtentwicklung

 

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