26.04.2016

Wie geht regenerative Energie?

Gut angekommen: Im Kraftwerk gibt es nun eine Energiekiste, worüber sich Alexander Selbach von der Stadt Dinslaken und Ulrich Kemmerling mit dem Team vom Kraftwerk freuen.
Mit der Energiekiste lässt sich die Gewinnung erneuerbarer Energie spielend leicht begreifen. Das Kraftwerk lädt an den Wochenenden zum Experimentieren ein.
 
Seit April ist das Kraftwerk um eine ganz besondere Kiste reicher. „Mit der Energiekiste lässt sich die Erzeugung regenerativer Energie spielend leicht begreifen“, erklärt Alexander Selbach, für die Stadt Dinslaken verantwortlich für das Projekt Lohberg. Er hat dem gemeinnützigen Verein Kraftwerk-Lohberg e.V. die Kiste übergeben. Ulrich Kemmerling und sein Team vom Kraftwerk sind begeistert: „Endlich können wir nicht nur mit unseren Fahrrädern die Erzeugung eigenen Stroms demonstrieren und ausprobieren lassen, sondern man kann so ziemlich alle gängigen umweltfreundlichen Methoden selber ausprobieren - und mit der Kiste hervorragende Experimente machen!“
 
Und was ist drin in der Kiste? „Solarzellen zum Beispiel, der Baukasten für ein Windrad und ein Windmessgerät – alles Dinge, die sicher noch nicht viele Menschen in der Hand gehalten haben“, so der Architekt weiter, der auch Vorsitzender des jüngst gegründeten Vereins ist. Nicht nur diese und weitere Zutaten sind – natürlich im handlichen Kleinformat- in der Kiste enthalten, es gibt auch ein umfangreiches Handbuch dazu. Dieses zeigt unzählige Versuchsvarianten und eine ganze Bandbreite an Vorschlägen auf, wie das Begreifen regenerativer Energieerzeugung gelingen kann.
 
Schulen als Kooperationspartner gesucht
 
„Und das auf eine pädagogisch höchst ansprechende Weise“, so Kemmerling weiter. „Deshalb wollen wir die Energiekiste  nicht nur im Kraftwerk einsetzen, sondern haben vor, damit auch in die Schulen zu gehen.“ Dafür sucht der Verein noch Schulen als Kooperationspartner. Zwar eignet  sich die Kiste vornehmlich für Kinder der vierten bis sechsten Klasse, doch nach Einschätzung Kemmerlings ist sie sicher auch für Kinder anderen Alters sowie für Jugendliche und Erwachsene interessant.
 
Die Kiste befindet sich auf wissenschaftlich aktuellstem Stand, wurde sie doch vom Wissenschaftspark Gelsenkirchen erdacht und permanent weiterentwickelt. Mit der Anschaffung der Kiste verfolgt die Stadt Dinslaken auch noch ein spezielles Ziel: „Siedlung, Zechengelände und Halde Lohberg wachsen gerade zusammen, und das mit dem Ziel, ein CO2-neutrales Stadtquartier zu schaffen. Uns ist wichtig, dass dieses Ziel, diese Idee im wahrsten Sinne des Wortes verstanden wird, dass das Bewusstsein dafür steigt und sich in den Köpfen der Menschen verankert“, erläutert Selbach, der als städtischer Vertreter die entsprechenden Maßnahmen in Lohberg gemeinsam mit der RAG Montan Immobillien GmbH koordiniert. „Schließlich wollen wir zwar Räume gestalten, aber in erster Linie doch die Menschen erreichen, die diese Räume nutzen werden. Und da passt die Energiekiste genau richtig.“
 
Info:
Das Kraftwerk im Bergpark ist immer am Wochenende (Sa, So) von 12:00 bis 18:00 Uhr bei schönem Wetter geöffnet. Wer die Energiekiste –kostenlos- ausprobieren möchte, wird um vorherige Terminabsprache unter der Telefonnummer 0162 41 60 913 gebeten. 
Projektgemeinschaft und Förderer RAG Dinslaken Ziel2.NRW Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen Europäische Union NWE CREATIV.NRW ecce Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen